Das Handbuch Digitale Verwaltung wurde in Berlin vorgestellt

09.05.2019

Die Herausforderung Digitalisierung erfolgreich umsetzen – Das Handbuch Digitale Verwaltung wurde in Berlin vorgestellt

Wiesbaden, 9. Mai 2019 –  „Wir haben kein Erkenntnisproblem… und dieses Buch ist ein eindrucksvoller Beleg dafür. Unser aller Herausforderung wird nun die Umsetzung sein und die Chancen auf Erfolg sind so gut wie nie!“, so Roland Jabkowski, CoCIO in der Hessischen Landesverwaltung und einer der Herausgeber des gestern Abend in Berlin vorgestellten Handbuchs Digitale Verwaltung.

Die zwei weiteren Herausgeber des seit dem 25. April 2019 im Kommunal- und Schul-Verlag erschienenen Werks Handbuch Digitale Verwaltung sind Henning Lühr, Staatsrat, Senat für Finanzen der Freien Hansestadt Bremen sowie Vorsitzender des IT-Planungsrates 2019 sowie Sabine Smentek, Staatssekretärin für Informations- und Kommunikationstechnik in der Senatsverwaltung für Inneres und Sport des Landes Berlin. Unter ihrer Herausgeberschaft haben über 40 Autoren aus Wissenschaft und Praxis ihr Wissen und ihre Erfahrung in das Handbuch einfließen lassen.

Der Anspruch des Handbuches ist es, denjenigen, die mit der Umsetzung der Digitalisierung in den einzelnen Verwaltungen betraut sind, eine praktische Übersicht über Aufbau und Steuerung Digitaler Verwaltung sowie rechtlicher und weiterer Rahmenbedingungen an die Hand zu geben. Denn, wie Henning Lühr hervorhebt, die „Digitalisierung ist inzwischen ein hochkomplexer Prozess, in dem die unterschiedlichsten Probleme aufeinander abgestimmt gelöst werden müssen. Diese Lücke schließt das neue Handbuch“.

Auch wenn die Diskussion um die Digitalisierung fortgeschritten ist und digitale Techniken längst in die Verwaltungspraxis eingezogen sind, gilt es weiterhin, ihre Realisierung voranzutreiben. „Digitale Verwaltung braucht mehr als eine App – wir reden bei der Digitalisierung von umfassender Organisationsentwicklung für die gesamte Verwaltung – technische Lösungen gibt es schon für (fast) alles“, so Sabine Smentek.

Handlungsbedarf besteht sowohl auf rechtlicher, organisatorischer und technischer Ebene. So verpflichtet unter anderem das neue Gesetz zur Verbesserung des Onlinezugangs zu Verwaltungsleistungen (OZG) Bund, Länder und Kommunen dazu, bis 2022 alle Verwaltungsleistungen über Verwaltungsportale digital verfügbar zu machen. Wie dieser Veränderungsprozess gestaltet werden kann, welche Qualifizierungsmaßnahmen getroffen werden können, was beim Datenschutz beachtet werden muss und wie Bürgerinnen und Bürger und Wirtschaft mitgenommen und die Beschäftigten mit einbezogen werden können – all diesen Fragen widmet sich das Handbuch anschaulich und praxisorientiert.

Es zeigt auf, wer die digitale Verwaltung steuert, organisiert und kontrolliert. Umfassend dargestellt werden der rechtliche Rahmen, Ansätze zur Umsetzung der Digitalen Verwaltung, Vertriebswege der öffentlichen Verwaltung, die Aufgabenverteilung und Organisation der digitalen Verwaltung ebenso wie Barrierefreiheit bei der elektronischen Kommunikation, Datenschutz und Datensicherheit sowie Anwendungsbereiche der Digitalisierung, Bürgerbeteiligung, Digitalisierung und demografischer Wandel. Anhand von Dänemark und Österreich wird gezeigt, was wir von unseren europäischen Nachbarn noch lernen können. Im Anhang des Handbuches finden sich ein Überblick zu den Digitalisierungsstrategien der einzelnen Bundesländer sowie ein Glossar mit den wichtigsten Begriffen zum eGovernment.

Dem Kommunal- und Schul-Verlag, dessen Programmschwerpunkt auf Fachliteratur für Kommunen und Verwaltungen liegt, ist es ein besonderes Anliegen, die Verwaltungen bei ihrem Digitalisierungsprozess zur Seite zu stehen: „Dass wir für dieses Projekt zudem noch hochkompetente Herausgeber und Autoren gewinnen konnten, ehrt nicht nur uns, sondern zeigt auch welche Bedeutung die Digitalisierung innerhalb der Verwaltung eingenommen hat.“, so die Verlagsleiterin Dr. Ulrike Henschel.